Sabine Koch

Sabine Koch, in Saarbrücken als Tochter einer ausgebildeten Sopranistin und Klavierlehrerin und eines Eisenbahners geboren. Von daher natürlich (das "natürlich" ist für Sie, lieber Leser!) von Kindesbeinen an klar geprägt. Erste Erkenntnisse der kleinen Sabine waren: 1. Klavierspielen macht nur Erwachsenen Spaß; 2. Ich werd nie so schön singen wie Mami und 3. Zugfahren kostet nichts. Somit zieht es sie zwangsläufig als Junges Talent mit immer gültigem Fahrausweis als 13 jährige auf die Bühne (Sprechtheater!). Lange Zeit (was einem eben zwischen 13 und 20 als lange Zeit vorkommt) ist sie Ensemblemitglied der Jungen Bühne Auersmacher. Den Jungmädchenrollen entwachsen und den letzten Freifahrtsschein einlösend, geht es nach Frankfurt am Main um dort bei der (jetzt kommt's!) jungen bühne Frankfurt Ensemblemitglied zu werden. Da fragt sich der sensible Künstler: Zufall oder Schicksal? Bei der jungen Bühne, besser bekannt als Kellertheater Frankfurt (was ein Engagement für über 35 jährige besser rechtfertigt) spielt sie u.a. dramatische Rollen in Komödien wie z.B. Beatrice (Goldoni), Celimene (Moliere), Titania (Shakespeare), den Engel Christel in der durchgeknallten Weihnachtsrevue, aber auch durchaus witzige Rollen wie die Lady Macbeth (oder war es doch umgekehrt?). Nach Regiearbeiten bei Miniaturen (Curt Goetz) und Nora (Ibsen) verarbeitet sie ihr letztes Kindheitstrauma, indem sie doch singen möchte. Als Frontsängerin in der Blues & Rockband Eight@Five trifft sie auf ihren Pianisten René Rudisile. Schön war's mit all den begabten Jungs, aber singen will sie Chansons. Die sind so herrlich dramatisch (und man darf auch ein langes Abendkleid tragen!).